Berufsunfähigkeit
Auch Azubis sollten Vorsorge betreiben!
Fälschlicherweise wird oftmals angenommen, dass sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung ausschließlich für ältere Arbeitnehmer lohnt.
Angesichts der Tatsache, dass heutzutage immer mehr Menschen nicht nur unfall-, sondern in zunehmendem Maße auch krankheitsbedingt aus dem Berufsleben aussteigen müssen, macht es auch für junge Menschen erforderlich, über einen Schutz dieser Art nachzudenken. Viele entscheiden sich aus finanziellen Gründen nur für eine Unfallversicherung. Vergleicht man die Ursachen für eine Berufsunfähigkeit aber miteinander, so überwiegen deutlich die chronischen Erkrankungen.
Denn zu den Krankheiten, die in der heutigen Zeit gehäuft auftreten, gehören auch Störungen des Bewegungsapparates und psychische Probleme.
Daher sollte jeder Arbeitnehmer, unabhängig vom Alter und vom Geschlecht diese freiwillige und zusätzliche Form der Absicherung wählen.
Denn der gesetzliche Schutz in Form einer Erwerbsminderungsrente reicht bei weitem nicht aus, den Lebensunterhalt ungehindert bestreiten zu können. Oftmals ist dann sogar der soziale Abstieg vorprogrammiert.
Hinzu kommt, dass speziell Berufsanfänger keinen Anspruch auf die gesetzlichen Leistungen haben, da zuvor wenigstens fünf Jahre lang eine Versicherungspflicht bestanden haben muss, um eine Unterstützung von Vater Staat in Anspruch nehmen zu können. Aus diesem Grunde sollten sich Berufseinsteiger mit dem Eintritt in die Ausbildung sofort für eine Berufsunfähigkeitsversicherung entscheiden. Denn wer jung ist, zahlt niedrigere Monatsbeiträge als ältere Arbeitnehmer. Zudem gewährt die private Berufsunfähigkeitsversicherung einen sofortigen Schutz und in der Regel, abhängig vom jeweiligen Vertrag, eine höhere Rentenleistung.
Ein weiterer Grund für einen frühzeitigen Einstieg in eine solche Versicherung ist, dass in der Regel einem jungen Menschen nur selten die Aufnahme in eine solche Versicherung verweigert wird. Ältere Arbeitnehmer hingegen müssen unter Umständen damit rechnen, von einem Versicherer abgewiesen zu werden, da sich die Risiken höher gestalten.
Wer früh einsteigt, kann sich das gesamte, oftmals länger als 40 Jahre dauernde Berufsleben absichern lassen.
Zudem sollten sich Auszubildende vor Augen halten, dass die Berufsunfähigkeit heutzutage verstärkt als soziales Phänomen auftritt. Rund 280 000 Arbeitnehmer scheiden jedes Jahr unfreiwillig aus dem Berufsleben aus und stoßen, bei nicht ausreichender Absicherung, auf finanzielle Engpässe, sodass ein sozialer Abstieg vorprogrammiert ist.
Gerade die junge Generation sollte die Chance nutzen, frühzeitig diese Gefahr auszuschließen. Wer zudem Versicherungsvergleiche anstellt, kann davon profitieren und die für ihn günstigsten Konditionen nutzen.
